Torres del Paine Trekking

Nach dem Trekking in El Chalten (Fitzroy und Cero Torre) steht nun ein weiteres Trekking im zweiten patagonischem Highlight, dem Nationalpark „Torre del Paine“ an. Ausgangspunkt ist Puerto Natales, dass man von El Chalten in einer etwa zehnstündigen Busfahrt (inkl zwei STunden Aufenthalt an der Grenze Argentinien-Chile) erreicht.

Bin also in der früh mit dem 7:00-Bus Richtung Nationalpark gestartet, habe am Eingang das Shuttle zum Lago Pehoe genommen, und dann den Katamaran zum Campamento „Paine Grande“ um das berühmte „W“ in umgekehrter Richtung zu gehen (ist nicht so überlaufen in dieser Richtung, man hat den Wind meist im Rücken und das Highlight kommt zum Schluss). Für das „O“ (komplette Umrundung) hatte ich leider keine Zeit. (Karte gibt es hier: http://www.torres-del-paine.org/images/tdp-map09-a.jpg)

In Paines Grandes hab ich dann mein Zelt aufgebaut, und bin die 11km zum Refugio Grey gelaufen, weil ich gern den See und den Gletscher (Glaciar Grey) in der Abendsonne sehen wollte. Boah da pfeift manchmal der Wind, man muss echt aufpassen dass er einen nicht irgendwo runterweht! Aber hat zur Wettervorhersage gepasst, die leider für diese Tage nicht sooo prickelnd gewesen ist (unter 20 Grad, viel Wind und ab und zu Regen). Gott sei Dank hat mich der Regen komplett verschont und die Sonne ist auch immer wieder mal rausgekommen (immer dann wenn man sie gebraucht hat 🙂 ).

Eine lange Nacht (hab mich mit ein paar Chilenen aus dem Refugio unterhalten, die einen Geburtstag gefeiert haben und mir bis um halb vier in der früh Rotwein eingeschenkt haben). Dementsprechend anstrengend war der nächste Tag. Bin um halb elf aufgestanden, Milch (aus Milchpulver) und Müsli zum Frühstück und schon geht es wieder los. Bin bis zum Campamento Italiano, hab mein Zelt aufgebaut und gleich noch die 5-stündige Tour (hin und zurück) bis zum Mirador Brittanico gemacht. Geht recht weit in ein idyllisches Tal hinein, an dessen Endenman von hohen Gletschergeformten Bergen umringt ist.

Kartoffelbrei (heute mit einer Dose Thunfisch verfeinert), früh ins Bett (naja, ohne elektrisches Licht geht man sowieso immer zwischen neun und halb zehn ins Bett), und am nächsten Tag die geschätzten 15km stetig bergauf bis zum Campamento Chileno, dass aber randvoll mit amerikanischen und anderen Touristen älteren Semesters war, und mich so motiviert hat die nächsten drei Kilometer ins Campamento Torre auch noch aufzusteigen. Dort war es relativ ruhig (nach längerer Schliessung weil irgendwie das Plumpsklo voll war oder so war es genau an diesem Tag zum ersten Mal wieder offen). Die Schlepperei (so ein Rucksack mit Zelt, Isomatte, Schlafsack, Kochutensilien, Essen und Müll ist doch ganz schön schwer) lohnt sich aber deswegen, weil es dann nicht mehr so weit ist bis hinauf zu den Torres.

BIn dann am abend noch aufgestiegen, weil der Guardaparque gemeint hat, dass man sie heute sieht und morgen früh eher nicht. Das Panorama dort oben sieht man eh auf den Fotos, ist ziemlich beeindruckend, insbesondere weil es halt doch noch zwei Kilometer hochgeht auf so einen Torre. Zurück ins Camp, Kartoffelbrei (diesmal mit Parmesan), zwei Gläser Rotwein, die ich mir für zehn! Dollar im Chileno geleistet habe und ein paar Stunden Schlaf haben mich dann dazu motiviert doch um 5:30 aufzustehen und mein Glück mit dem Sonnenaufgang zu versuchen. Es hat sich gelohnt!! Aber die dreiviertelstunde frierende Warterei bis sich was getan hat werd ich auch nicht so schnell vergessen!!

So, bin jetzt wieder zurück in Puerto Natales, morgen früh geht es weiter nach Ushuaia und Tiera de Fuego! 🙂

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