Rapa Nui (Osterinseln)

Auch die exotischen ozeanischen Inseln sind so ein Ort den ich schon lange einmal besuchen wollte, und da de Osterinseln zu Chile gehören ist es nicht allzu teuer dorthin zu fliegen (zumindest hatte ich etwas Glück und für etwa 400 EUR einen Hin- und Rückflug ergattert, was für ca. 5 Stunden Flugzeit eigentlich ganz gut ist). Die Osterinseln sind aus einer Gruppe von Vulkanen über einem der pazifischen Hotspots entstanden, haben sich aber heute weit von diesem Hotspot wegbewegt (kein aktiver Vulkanismus mehr zu finden). Die Insel erhebt sich steil aus etwa 3000m Tiefe, bis zum nächsten Festland sind es 3526km (Chile), zur nächsten Insel (Tahiti) sind es 4251km.

Rapa Nui Map

Trotz der Entfernung gibt es ein paar Segelboote die nach ca. 3 Wochen auf See hier das erste Mal wieder Land betreten können. Kaum angekommen hab ich mich Richtung Orongo Nationalpark am Vulkan Rano Kau (gleich neben der Stadt und man kann da relativ gemütlich in einer Stunde hinaufspazieren. leider hat der Nationalpark gerade von Sommer- auf Wintersaison gewechselt und mich um 18:00 nicht mehr hineingelassen. Auf die Nachfrage warum dann überall Zettel mit 19:30 hängen ist der Ranger aufgesprungen und hat hastig alle diese Zettel entfernt 🙂 Und das dafür dass dieser Nationalpark 60 USD Eintritt kostet 😉

Samstag leihen wir uns Roller aus um die Insel zu erkunden und den ganzen Ahus und ihren Moais einen Besuch abzustatten. Da die Regeln für die Verleiher sehr strikt sind war es gar nicht einfach ohne Führerschein (den hab ich leider in Santiago vergessen) einen Roller auszuleihen (Danke Sylvia und Reto!). Die gesamte Inselumrundung hat uns den ganzen Tag gekostet, den wir mit einem Bad am wunderschönen Korallensandstrand von Anakena beschlossen haben! 🙂

Am Sonntag haben wir uns zuerst den lokalen Gottesdienst angeschaut (weil die nur Rapa-Nui Lieder singen und viele interessante polynesische Elemente da hineinbringen), bevor wir mit Esther aus dem Kona Tau – Hostel auf eine Tour gegangen sind, die sie das erste Mal organisiert hatte. Zuerst besichtigen wir noch einmal ein paar der Ahus von gestern (diesmal mit einer Lokalen, die uns Geschichten dazu erzählt), bevor wir in das Landhaus ihres Clanes (der gleiche aus dem Hot Matua kam – deswegen ist es direkt bei Anakena, einst königliches Clangebiet) fahren wo es traditionelle Rapa-Nui Curanto gibt. Die Tour war sehr lustig und entspannt, da sie von Esther nur immer wieder einmal wenn sie Lust dazu hat angeboten wird. Ihr Bruder, der auch Vizepräsident des Rapa Nui – Parlamentes, ist hat uns (leicht angetrunken) viele Rapa-Nui Lieder auf seiner Gitarre zum Besten gegeben, während wir Ceviche (Vorspeise), Huhn und Rind in Bananenblättern gegart mit leicht süsslichen Kartoffeln und traditionelles Kürbisbrot (Poi) gefuttert haben.

Am letzten abend haben wir uns noch eine traditionelle Rapa Nui/polynesische Tanzshow angeschaut…

Spät ins Bett und früh raus, trotz des Regens die ganze Nacht machen wir (Sylvia, Reto und ich) uns im stockdunklen mit unseren Rollern auf den Weg am anderen Ende der Insel – am Ahu Tongariki – den Sonnenaufgang zu erleben.

Danach gibt es noch ein kurzes und frisches morgendliches Bad in Anakena (undokumentiert) bevor ich mich aufmache, meine Sachen zu packen, einen Rapa-Nui – Stempel für meinen Reisepass zu organisieren, ein paar Postkarten und Souvenirs zu kaufen und schließlich den Nachmittagsflieger zurück nach Santiago de Chile zu nehmen!

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