Patagonia Argentina – El Calafate, Fitzroy und Cero Torre

So, nach dem quirligen und lauten Buenos Aires habe ich mich letzten Freitag mit dem Flieger nach El Calafate aufgemacht, dem Trekking Ausgangspunkt für diese Region in Patagonien. Die Stadt ist ganz schön, aber hautsächlich für den „Perito Moreno“ berühmt. Perito Moreno ist ein Gletscher, der in den Lago Argentino hineinfliesst und bei schönem Wetter immer wieder spektakuläre Eisabrüche bietet. Ich habe die „Alternative Tour“ gemacht, bei der noch eine kleine Wanderung und der Besuch einer Estancia (Schaffarm) inkludiert waren. Leider war das Wetter nicht sonderlich gut, so dass nicht übermässig viele Eisabbrüche zu sehen waren, aber es ist trotzdem ziemlich beeindruckend.

Gleich am nächsten Tag bin ich mit dem 7:00-Shuttle nach El Chalten gefahren, und bei allerschönstem Hochsommerwetter und perfekter Sicht von Fitzroz und Cero Torrew begrüsst worden. ich hab dann gleich eine Campingausrüstung ausgeliehen, meine Sachen im Hostel deponiert und bin per Anhalter auf der Ruta 40 (ist eine Nationalstrasse, aber trotzdem nur eine üble Schotterpiste) in den Norden gefahren um mein Trekking am Rio Electrico zu beginnen. Da meine Kondition noch ganz gut war habe ich dann beschlossen nach Piedra negra hinaufzusteigen um dort am Rand der Baumgrenze zu campieren und am nächsten tag gleich über den Gletscher zum „Paseo del Cuadrado“ aufzusteigen und den Blick auf die grossen gletscher und das grosse Kontinentalschelf hinter dem Fitzroy zu geniessen. Leider sind die Karten ziemlich grosser Schrott und der Campingplatz befindet sich direkt am Gletscherrand, was bedeutete meinen Rucksack noch etwa 400 Hm weiter zu schleppen. Naja, ging dann auch irgendwie ausser dass ich dann im Halbdunkel mein Zelt aufbauen musste 🙂 Es hat in der Nacht auch anständig gefroren, aber man schmilzt ja gerne Gletscherwasser zum Frühstück 🙂

Bin dann ein paar Kletterern nach (statt auf den Paseo de Cuadrado) und Richtung Guillemaut aufgestiegen (war ein bisserl rutschig ohne Steigeisen, hat aber dafür beim runtergehen ein gewisses Skivergnügen bereitet 😀 ). Oben konnte man dann noch auf ein paar kleineren Gipfeln rumturnen und die ersten wärmeren Sonnenstrahlen geniessen. Dann Abstieg und Lagerabbau und ein zweites Frühstück, bevor ich noch auf der anderen Seite hinauf bin. Auch der Aufstieg über das Geröllfeld auf dieser Lagerseite war etwas anstrengend, aber der Blick zurück Richtung Cero Electrico war unvergleichlich 🙂

Bin dann hinunter und bis zum Camp Poincenaut gelatscht (hat sich ganz schön gezogen). Der Rest des Trips war Trekker-Standardprogramm, mit Babybrei zum Frühstück, Kartoffelbrei oder batzige Ravioli zum Abendessen, einem Trip hinauf zur Laguna de los Tres (geniale Blicke auf Fitzroy und seine Gletscher), weiter nach Camp Agostini (dritte Übernachtung) und hinauf zum Mirador Maestri (noch schönerer und sonniger Blick auf den Cero Torre). Hannah und Michaela getroffen und dann endlich zurück nach El Chalten um a gscheite Dusche und a richtiges Abendessen zu geniessen :-).

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